Thomas Urselmann
Thomas Urselmann

Welche Estriche gibt es ??

Alles dazu unter >>>    http://lanxess.de/de/corporate/home/

Jeder von Ihnen wird es schon einmal gehört haben...."Estrich".

Doch da gibt es verschiedene Arten und Aufbauten.

Hier soll Ihnen einfach erklärt werden, welche verschiedenen Arten von Estrichen es gibt und wo sie zum Einsatz kommen.

Ebenfalls möchte ich Ihnen erklären, wie Sie die Estriche behandeln müssen, bevor Sie sie mit einem Oberboden belegen lassen.

 

Viel Spaß beim lesen und ich hoffe ich konnte Ihnen eine kleine "Stütze" sein.....

Was ist der Unterschied zwischen Anhydritestrich und Calciumsulfatestrich?

 

"Anhydritestrich" ist die ursprüngliche Bezeichnung für einen konventionel (in erdfeuchter Konsistenz) verlegten Estrich auf Basis des Bindemittels Anhydritbinder. Im Zuge der europäischen Normung von Bindemitteln wurde die Namensgebung des Bindemittels "Anhydritbinder" auf "Calciumsulfatbinder" geändert. In Folge dessen wurde auch die Estrichkennzeichnung von "Anhydritestrich" auf "Calciumsulfatestrich" umgestellt.

 

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Muß ein konv. Calciumsulfatestrich geschliffen werden?

Bei handwerklich fachgerecht verlegten Calciumsulfatestrichen, die auf Basis von "LANXESS Calciumsulfatbinder CAB 30" hergestellt wurden, ist ein Anschleifen aus der Sicht des Estrichlegers nicht erforderlich. Davon ausgenommen sind weiche oder abgesandende Estrichoberflächen, die z.B. durch Mischfehler oder Überwässerung des Estrichmörtels entstehen können. In einem solchen Fall müssen diese mangelhaften Estrichoberflächen nicht nur angeschliffen sondern in der Regel sogar abgeschliffen werden.

Das Entfallen des Anschleifens ist nicht zu verwechseln mit der nach DIN 18 365 (Bodenbelagsarbeiten) erforderlichen mechanischen Säuberung des Untergrundes, die als Nebenleistung vom Bodenleger zu erbringen ist.

 

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Ist Calciumsulfatestrich gesundheitlich unbedenklich?

 

Eine gesundheitliche Bewertung von Bauprodukten erfolgt nach dem sogenannten AgBB-Schema (Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten). Hierbei werden Bauprodukte hinsichtlich der Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen gemessen und beurteilt. Bislang vorliegende realitätsnahe Untersuchungen des Fraunhofer Instituts für Bauphysik kommen anhand der untersuchten Calciumsulfatestriche zu folgenden Ergebnissen:

  • bei den untersuchten Estrichprodukten konnten keine cancerogenen Stoffe nachgewiesen werden
  • die gemessenen Emissionen an flüchtigen organischen Verbindungen liegen unter den vorgegebenen Grenzwerten
  • die untersuchten Calciumsulfatestriche erfüllen alle Anforderungen in Bezug auf die gesundheitliche Bewertung von Bauprodukten für die Verwendung in Innenräumen.

 

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Braucht ein Calciumsulfatestrich Dehnungsfugen?

Calciumsulfatestriche auf Basis von LANXESS Calciumsulfatbinder CAB 30 weisen auch unter thermischer Beanspruchung ein nur sehr geringes Verformungsverhalten auf. Deshalb werden diese Estriche seit fast 5 Jahrzehnten in unbeheizten und beheizten Estrichkonstruktionen nahezu vollständig fugenlos ausgeführt. Thermische Verformungen werden hierbei über die Randfugen der Estriche abgetragen. Aktuell arbeiten immer noch sehr viele erfahrene Estrichfachbetriebe mit großem Erfolg nach dieser Methode.

 

In den vergangenen 15 Jahren sind weitere Calciumsulfatbinder aus unterschiedlichen Herstellverfahren auf den Markt gekommen. Die daraus hergestellten Estriche verformen sich unter thermischer Beanspruchung zum Teil sehr deutlich. Im Vergleich zu einem Estrich auf Basis von LANXESS Calciumsulfatbinder kann der Unterschied im Ausdehnungsverhalten bis zu 100 % betragen. Seitens der Industrie und Industrieverbände wurden in den letzten Jahren Hinweisblätter erarbeitet, die Empfehlungen und Vorgaben zur Planung von Fugen in calciumsulfatgebundenen Estrichen enthalten. Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass es selbstverständlich auch weiterhin möglich ist, dass erfahrene Estrichfachbetriebe eigenverantwortlich von diesen Vorgaben abweichen können. Hierbei ist zu beachten, dass die Abweichungen von den Planungsvorgaben der Hinweisblätter im Vorfeld mit dem Bauherrn/Planer besprochen werden.

 

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Wie lange trocknet ein Calciumsulfatestrich?

 

Wie alle mineralisch gebundenen Baustoffe müssen auch Calciumsulfatestriche das überschüssige Anmachwasser, das nicht gebunden wird, wieder an die Umgebungsluft abgeben. Calciumsulfatestriche weisen eine günstige Porenstruktur auf, die grundsätzlich eine sehr schnelle Estrichtrocknung erlaubt. Zum zügigen Erreichen der Belegreife von Calciumsulfatestrichen ist eine fachgerechte Trocknung erforderlich. Das bedeutet, dass die Trocknungszeit von der Art und Weise der Lüftung abhängt, sowie durch Inbetriebnahme der Heizung unterstützt wird. Optimal ist die technische Trocknung - z. B. durch Kondensationstrockner - in Kombination mit der Heizung. Ein weiteres, sehr wichtiges Kriterium für die Austrocknung von Calciumsulfatestrichen ist die Einhaltung der erforderlichen Estrichdicken, jede Überschreitung kann eine deutlich verlängerte Austrocknungszeit bedeuten.

Das 2 bis 3 mal tägliche Stoßlüften für etwa 10 bis 15 Minuten unterstützt das Trocknen der Bauteile Boden, Wand und Decke. Durch das vollständige Öffnen von Fenstern und Türen unter Vermeidung von Zugluft wird sichergestellt, dass ein kompletter Luftaustausch stattfinden kann. Die feuchte und warme Luft wird durch kühlere Luft ersetzt. Kalte Luft kann nach dem Erwärmen deutlich mehr Wasser pro m3 aufnehmen als warme Luft. Der mehrfache Austausch pro Tag fördert das Trocknungsverhalten der Bauteile.

 

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Wie kann ich feststellen, ob ein Calciumsulfatestrich ausreichend trocken ist?

Die Belegreife eines Estrichs wird durch CM-Prüfung ermittelt. Bei Heizestrichen kann die Austrocknung des Estrichs während des Heizbetriebes mittels Folienprüfung geprüft werden (ca. 50 x 50 cm Folie auf den Estrich legen, Randbereiche mit Klebeband abkleben. Sind nach 12 Stunden keine Feuchtigkeitsspuren unter der Folie zu finden, ist der Estrich trocken). Die Folienprüfung ersetzt nicht die grundsätzlich erforderliche CM-Prüfung. Elektronische Prüfgeräte sind lediglich für Vorprüfungen geeignet.

 

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Wie wird ein beheizter Calciumsulfatestrich fachgerecht aufgeheizt?

 

Calciumsulfatestriche können bereits 7 Tage nach der Verlegung aufgeheizt werden (Zementestriche erst nach 21 Tagen!). Unter Verwendung des LANXESS-Estrichzusatzmittels Mebofix® kann bereits am 3. Tag nach dem Estricheinbau mit dem Aufheizen begonnen werden. Während der Aufheizphase ist für ausreichende Lüftung zu sorgen (Fenster auf!). Mit dem Lüften kann sogar schon nach dem zweiten Tag begonnen werden. Vor der Belagsverlegung muss die Restfeuchte eines Estrichs mit dem CM-Gerät überprüft werden. Detaillierte Informationen zur Inbetriebnahme von Fußbodenheizungen und diverse Aufheizprotokolle finden Sie hier:

 

Aufheizprotokoll für beheizte Calciumsulfat-Fließestriche

Aufheizprotokoll für Calciumsulfat-Heizestriche mit Mebofix

Aufheizprotokoll für Calciumsulfat-Heizestriche

Aufheizprotokoll für Zement-Heizestriche mit Meborapid

Aufheizprotokoll für Zement-Heizestriche

 

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Bin ich bei Calciumsulfatestrich bei der Wahl der Bodenbeläge wirklich frei?

 

Ja, auf Calciumsulfatestrichen können alle üblichen Bodenbeläge wie Fliesen und Naturstein, Teppich, PVC, Linoleum, Parkett oder Laminat verlegt werden.

 

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Ich hoffe ich konnte Ihnen durch diese Informationen ein wenig die Angst oder die Scheu vor dieser Entscheidung nehmen.

Es gibt absolut keinen Grund sich gegen einen "Fließestrich" zu entscheiden.

Bedenken Sie immer.: "Die Schnelligkeit dieses Estrichs liegt auf der Hand"

 

Die Belegreife eines Estrichs wird durch CM-Prüfung ermittelt. Bei Heizestrichen kann die Austrocknung des Estrichs während des Heizbetriebes mittels Folienprüfung geprüft werden (ca. 50 x 50 cm Folie auf den Estrich legen, Randbereiche mit Klebeband abkleben. Sind nach 12 Stunden keine Feuchtigkeitsspuren unter der Folie zu finden, ist der Estrich trocken). Die Folienprüfung ersetzt nicht die grundsätzlich erforderliche CM-Prüfung. Elektronische Prüfgeräte sind lediglich für Vorprüfungen geeignet.

 

 

Calciumsulfatestriche auf Basis von LANXESS Calciumsulfatbinder CAB 30 weisen auch unter thermischer Beanspruchung ein nur sehr geringes Verformungsverhalten auf. Deshalb werden diese Estriche seit fast 5 Jahrzehnten in unbeheizten und beheizten Estrichkonstruktionen nahezu vollständig fugenlos ausgeführt. Thermische Verformungen werden hierbei über die Randfugen der Estriche abgetragen. Aktuell arbeiten immer noch sehr viele erfahrene Estrichfachbetriebe mit großem Erfolg nach dieser Methode.

 

In den vergangenen 15 Jahren sind weitere Calciumsulfatbinder aus unterschiedlichen Herstellverfahren auf den Markt gekommen. Die daraus hergestellten Estriche verformen sich unter thermischer Beanspruchung zum Teil sehr deutlich. Im Vergleich zu einem Estrich auf Basis von LANXESS Calciumsulfatbinder kann der Unterschied im Ausdehnungsverhalten bis zu 100 % betragen. Seitens der Industrie und Industrieverbände wurden in den letzten Jahren Hinweisblätter erarbeitet, die Empfehlungen und Vorgaben zur Planung von Fugen in calciumsulfatgebundenen Estrichen enthalten. Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, dass es selbstverständlich auch weiterhin möglich ist, dass erfahrene Estrichfachbetriebe eigenverantwortlich von diesen Vorgaben abweichen können. Hierbei ist zu beachten, dass die Abweichungen von den Planungsvorgaben der Hinweisblätter im Vorfeld mit dem Bauherrn/Planer besprochen werden

 

Bei handwerklich fachgerecht verlegten Calciumsulfatestrichen, die auf Basis von "LANXESS Calciumsulfatbinder CAB 30" hergestellt wurden, ist ein Anschleifen aus der Sicht des Estrichlegers nicht erforderlich. Davon ausgenommen sind weiche oder abgesandende Estrichoberflächen, die z.B. durch Mischfehler oder Überwässerung des Estrichmörtels entstehen können. In einem solchen Fall müssen diese mangelhaften Estrichoberflächen nicht nur angeschliffen sondern in der Regel sogar abgeschliffen werden.

Das Entfallen des Anschleifens ist nicht zu verwechseln mit der nach DIN 18 365 (Bodenbelagsarbeiten) erforderlichen mechanischen Säuberung des Untergrundes, die als Nebenleistung vom Bodenleger zu erbringen ist.